Die Salons


Auch die Salons, in denen Eberhard XV. seine Sammlungen aufbewahrte, dienten der gräflichen Familie als Wohnräume. Sie spiegeln allerdings eine verbürgerlichte Wohnkultur des Adels im 19. Jahrhundert wider und dienten nicht mehr zur Repräsentation in einem höfischen Zeremoniell.

Alle Salons wurden – soweit vorhanden – anhand von Originalfotografien rekonstruiert und entsprechen der Zeit um 1860. Eberhard möblierte die Räume mit Möbeln und kunsthandwerklichen Objekten, die er teils im Schlosse vorgefunden hatte, teils zur Sammlungsergänzung erwarb. Ganz im Sinne des Historismus machte er dabei keine Unterschiede zwischen originalen Antiquitäten und Neuschöpfungen seiner Zeit, sofern sie kunstfertig waren. So kommt es zu der ungewöhnlichen Mischaufstellung, bei der kunsthandwerkliche Objekte vergangener Jahrhunderte gleichberechtigt ihren Platz zwischen Erzeugnissen des 19. Jahrhunderts finden.