Das Vestibül


Das naturkundliche Interesse des Grafen Franz I. dokumentiert sich in der bedeutenden Sammlung von Hirschgeweihen und Rehbockgehörnen - allesamt Besonderheiten der Natur, die für die Menschen des ausgehenden 18. Jahrhunderts genauso beachtenswert waren wie die Kunstwerke, die durch Menschenhand entstanden sind.

In der Eingangshalle des Erbacher Schlosses befindet sich die Sammlung abnormer Hirschgeweihe. Verursacht wird der abnorme Wuchs der Geweihe durch Krankheiten oder Verletzungen. Korkenzieherartige Stangen weisen zum Beispiel auf Erkrankungen der Milz oder der Leber hin.

Die Geweihstumpen auf der rechten Seite (untere Reihe) stammen von sehr alten Hirschen. Mit ca. 15 Jahren erreicht der Hirsch sein „bestes Alter“ und somit sein schönstes und größtes Geweih, mit 20 bis 25 Jahren bekommt der Hirsch nur noch kleine Geweihstummel.

Das Mosaik im Fußboden zeigt das Wappen der Grafen zuErbach-Erbach und von Wartenberg-Roth.