Der Rittersaal


Die Sammlung mittelalterlicher Waffen und Rüstungen, die Graf Franz I. schon in den 1780er Jahren begann, ist eine der frühesten derartiger Sammlungen in Deutschland. Die Objekte stammen aus dem Besitz adliger Verwandter und Freunde, aus den Zeughäusern in Nürnberg, Amberg und Neumarkt, aber auch aus Italien und Österreich.

Der Rittersaal, ein bedeutendes Beispiel früher neugotischer Innenarchitektur in Europa, entstand nach Plänen von Johann Wilhelm Wendt um 1805. Für den Einbau wurden mehrere Räume zusammengelegt und eine ursprünglich vorhandene Zwischendecke eingerissen, um die nötige Höhe für den repräsentativen Saal zu schaffen. Das Kreuzrippengewölbe und die Wanddekorationen sind aus Holz, sollen aber aufgrund der Farbgebung den Eindruck von Buntsandstein erwecken.

In den Rittersaal ließ Franz I. von ihm gesammelte mittelalterliche Glasfenster, das älteste aus dem Jahr 1271, einbauen.

Familiengeschichtlich bedeutsam ist die Reiterrüstung des Erasmus Schenk zu Erbach, die Franz I. aus dem Nürnberger Zeughaus erwerben konnte.

Ein Hauptstück ist der im 16. Jahrhundert meisterlich aus Eisen gearbeitete Ortenburger Sattel, ein Geschenk aus der Familie eines der Schwiegersöhne des Grafen Franz I.

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Neugotische Innenarchitektur

Blick in den Rittersaal mit seinem neugotischen Gewölbe.
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Den Rittersaal, ein bedeutendes Beispiel früher neugotischer Innenarchitektur in Europa, ließ Graf Franz I. um 1805 errichten.

 

Meisterkunst in Eisen

Nahaufnahme vom Ortenburger Sattel, der meisterlich aus Eisen gearbeitet ist.
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Der Ortenburger Sattel entstand im 16. Jahrhundert und ist meisterlich in Eisen gearbeitet. Er ist eines der Hauptstücke im Rittersaal.